Die Olympiateilnehmer vom Zürichsee

11 Olympioniken, 11 Träume

11 Olympioniken aus der Zürichsee-Region

Wer sind unsere Favoriten aus der Heimat und wann haben sie die Chance auf eine Medaille?

Das Frauen Eishockey-Nationalteam der Schweiz ist bereits im Olympischen Dorf angekommen. Darunter auch die Uetikerin Lisa Rüedi (ganz rechts). Bild: Keystone

Ein Sextett kann von Erfahrung profitieren

Von den elf Olympioniken vom Zürichsee erleben fünf in Pyeongchang ihre Feuertaufe. Am meisten Erfahrung bringt die Schlitt­lerin Martina Kocher mit, die bereits ihre vierten Olympischen Spiele bestreitet.

Aus der Ruhe bringen lassen sie sich durch die speziellen Umstände unter den fünf Ringen nicht mehr, die Routiniers vom Zürichsee. «Ich bin froh, dass es nicht meine ersten Spiele sind», sagt ­etwa Laurien van der Graaff. Die Langläuferin von der TG Hütten gehört zu jenem halben Dutzend, das bereits olympische Erfahrungen gesammelt hat. Sie sehe es viel lockerer als bei ihrer Pre­mie­re vor vier Jahren in Sotschi, als sie nach Rang 21 im Sprint in der von ihr bevorzugten freien Technik bitter enttäuscht war. Nicht einmal davon, dass nun klassisch gelaufen wird, lässt sie sich verunsichern. Vielmehr hält sie fest: «Ich habe technisch grosse Fortschritte gemacht und mit meinen ersten beiden Weltcupsiegen viel Selbstvertrauen getankt.»

Bei aller Routine, welche die 30-Jährige in neun Weltcup-Wintern gesammelt hat, in Korea wird auch sie mit Unbekanntem konfrontiert. «Ich bin es mich gewohnt, die Rennen am Morgen zu absolvieren.» Im Alpensia Olympic Park von Yongpyong wird Van der Graaff, die mit drei Starts fleissigste der elf Korea-Reisenden vom Zürichsee, erst gegen Abend zum Einsatz kommen. Es werde deshalb eine Herausfor­derung sein, die Spannung bis dann aufrechtzuhalten.

Mental besser vorbereitet fühlt sich Rico Peter. Der Bobpilot vom BC Zürichsee zahlte in Sotschi Lehrgeld. «Dort ist mir erst auf dem Startbalken richtig klar geworden, dass ich an den Olym­pischen Spielen bin. Das machte mich nervös.» Den Rummel hingegen habe er viel grösser erwartet, als er dann tatsächlich gewesen sei. «An einem Medientag müssen wir Rede und Antwort stehen. Sonst werden wir in Ruhe gelassen.» Sollte der ­34-Jährige, der mit dem grossen Schlitten mit einer Medaille lieb­äugelt, seinen Erwartungen gerecht werden, würde dies seine sport­liche Leistung nicht beeinträchtigen. Der Vierer-Bewerb findet am ­letzten Tag der Spiele seinen ­Abschluss eine Woche nach dem Ren­nen mit dem Zweier.

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Ungewohnt hohes Interesse

Ihre Lehren aus der Premiere vor vier Jahren hat Ma­rina Gilar­doni in einem ganz anderen Bereich gezogen: «Vor dem Einmarsch an der Eröffnungsfeier muss man so lange warten, dass ich diesmal sicher etwas zu essen mitnehmen werde. Das wird – nicht nur wegen der Kälte – wieder ein Gänsehautgefühl.» Beim Anstehen im Tunnel sei ihr so richtig bewusst geworden, dass sie es geschafft habe und nun ihr Land repräsentieren dürfe. Aus dem Konzept gebracht hatte Gilar­doni in Sotschi der im Vergleich zum Skeleton-Weltcup andere Rhythmus. Dabei waren es nicht die doppelte Anzahl Läufe, die auf zwei Tage verteilt sind. «Im Weltcup sind wir nicht so lange am selben Ort, dafür täglich auf der Bahn.» Bei Olympia gebe es hingegen Ruhetage. «Auch der Umgang mit den Medien war für mich ein rechter Stress. Jetzt werde ich mich nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen lassen», verspricht Gilar­doni.

Den gleichen Effekt von der Erfahrung aus Sotschi erhofft sich ­La­dina ­Jenny. Denn auch die Alpin-Snowboarderin aus Uznach ist sich vom Weltcup her ein solch grosses Medieninteresse nicht gewohnt. «Zudem haben wir sonst nie so viele Zuschauer. Und vor einer solchen Kulisse zu fahren, ist schon etwas anderes», sagt die 24-Jährige. Ganz anders sind diesmal auch Jennys Erwartungen. War sie vor vier Jahren schon froh, dabei zu sein, traut sie sich diesmal sogar eine Me­daille zu. Mit den mittlerweile vier Podestplätzen im Weltcup habe sie bewiesen, dass sie dazu fähig sei.

Nie nervös

Die erfahrenste Athletin des Seesextetts ist Martina Kocher. Vor ihren vierten Olym­pischen Spielen sagt die 32-Jährige: «Ner­vös bin ich nie, vielleicht etwas angespannt­. Ich fokussiere mich voll auf den Lauf.» Dieser ist nach rund 50 Sekunden auch schon wie­der vorbei. Seit sie ihre gesund­heitlichen Probleme vom Herbst überwunden hat, ist sie auch wieder schnell. Mit einem 4. und einem 5. Platz erzielte sie im Ja­nuar die besten Weltcup- Resultate ihrer Karriere.

Und dass Grossanlässe ihr ­liegen, hat die Schlittlerin vom BC Zürichsee schon mehrfach ­bewiesen. 2016 gewann sie in Königs­see Gold im (nicht) olympischen Sprint und Silber im Einzel; 2017 doppelte sie in Innsbruck mit einem 2. Platz im Sprint nach. Ein olympisches Diplom hat Kocher 2010 als Siebte in ­Vancouver schon gewonnen. Mit einer Medaille könnte sie ihre Karriere krönen.

Von Verletzungen gebremst

Vier Jahre nach seinem Diplom-Gewinn den Sprung aufs Podest anzupeilen, so sah auch der Plan von David Hablützel aus. Der Halfpipe-Spezialist aus Zumi­kon wurde nach seinem Exploit in ­Sotschi (5. Rang) jedoch immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen – und wäre nach seinem jüngsten Sturz beim Heimweltcup in Laax Mitte Ja­nuar, wo er sich neben einer Hirnerschütterung starke Schulter- und Rückenprellungen zuzog, schon froh, wenn er es in Südkorea an den Start schafft.

«Ich bin froh, dass es nicht meine ersten Spiele sind.»

Laurien van der Graaff, Langläuferin (TG Hütten)

Laurien van der Graaff

Langlauf

Alter: 30
Von: TG Hütten
Im Einsatz am: 13. 2. (Sprint), 17. 2. (4×5 km Staffel), 21. 2. (Teamsprint)
Olympiateilnahmen: Sotschi 2014 (21./Sprint)
Grösste Erfolge: Weltcupsiege in Lenzerheide (31. 12. 17) und Seefeld (27. 1. 18). Momentan passt bei mir körperlich und mental einfach alles zusammen.
Am meisten freue ich mich auf ... meine Einsätze. Dafür reise ich hin..
Als Glücksbringer begleitet mich ... Ich habe keine Glücksbringer.
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... die Eröffnungsfeier, denn es werden meine letzten Olympischen Spiele sein. In Sotschi hatte ich sie verpasst, weil wir oben auf dem Berg wohnten. Jetzt sind wir zentral untergebracht.
Mein(e) Olympia-Held(in) ist ... Michael Johnson, der Gold­medaillengewinner über 400 m in Atlanta 1996. Damals sass ich als Elfjährige fasziniert vor dem Fernseher.
Über Südkorea weiss ich ... viel zu wenig. Wie lange der Flug dauert und wie gross die Zeitverschiebung ist.
Zufrieden nach Hause reise ich, wenn ... ich den besten klassischen Sprint meines Lebens gelaufen bin.

Leonardo Genoni

Eishockey

Alter: 30
Aus: Kilchberg
Im Einsatz am: ab 15. 2. drei Grup­penspiele, ab 20. 2. K.-o.-Phase
Olympiateilnahmen: Premiere
Grösste Erfolge: Schweizer Meister 2009/11/15/17, MVP 2011, WM-Teilnahmen 2011/14/15/17
Am meisten freue ich mich auf ... unser Turnier, die Gegner, mich mit diesen auf höchstem Niveau zu messen.
Als Glücksbringer begleitet mich ... etwas mir noch Unbekanntes. Die Familie hat mir etwas mit­gegeben, aber ich darf es erst vor Ort auspacken.
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... Short­track, weil es in der Nähe stattfindet, und den Halfpipe- Final der Snowboarder.
Mein(e) Olympia-Held(in) ist ... Gian Simmen. Ich kann mich noch genau an seinen Gold-Lauf in Nagano erinnern. Bei einer Drehung verlor er seine Mütze.
Über Südkorea weiss ich ... sehr wenig bis jetzt – wie übrigens auch über deren Eishockey- Team, auf das wir ja in der Gruppenphase treffen.
Zufrieden nach Hause reise ich, wenn ... ich gesund bin, erfolgreich war, wir unsere Ziele erreicht haben. Dieses Olympia-Turnier ohne die NHL-Spieler ist eine grosse Chance für uns. Die wollen wir packen!

Nicolas Huber

Snowboard Freestyle

Alter: 23
Aus: Männedorf
Im Einsatz am: 10./11. 2. Quali/ Final Slopestyle, 21./24. 2 Quali/Final Big Air
Olympiateilnahmen: Premiere
Grösste Erfolge: WM-Silber 2017 Slopestyle, 4. Rang Big-Air-Weltcup Mönchengladbach
Am meisten freue ich mich auf ... den Slopestyle. Man kann dort seine ganze Kreativität einsetzen und ausleben.
Als Glücksbringer begleitet mich ... meine Familie. Meine Eltern und mein Bruder sind dabei.
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... die Möglichkeit, andere Sportarten anzuschauen, ganz viele Eindrücke zu sammeln, aber auch das Ganze etwas zu geniessen.
Mein(e) Olympia-Held(in) ist ... Iouri Podladtchikov. Sein Erfolg in Sotschi wie auch der 5. Platz von Dave (Hablützel) sorgten damals in der Schweizer Snowboardszene für einen Wow-Effekt und gaben wohl auch mir den nötigen Drive, um jetzt hier dabei zu sein.
Über Südkorea weiss ich ... dass es ein sehr fortschrittliches Land ist mit einer leistungsorientierten Gesellschaft. Die Leute sind aber extrem freundlich.
Zufrieden nach Hause reise ich, wenn ... ich zumindest in einer der beiden Disziplinen den Final bestreiten konnte.

«Ner­vös bin ich nie, vielleicht etwas angespannt­.»

Martina Kocher, Schlitteln (BC Zürichsee)

Martina Kocher

Rodeln

Alter: 32
Vom: BC Zürichsee
Im Einsatz am: 12./13. 2. (je zwei Läufe)
Olympiateilnahmen: Turin 2006 (9.), Vancouver 2010 (7.), Sotschi 2014 (9.)
Grösste Erfolge: WM-Gold Sprint 2016, WM-Silber 2016, WM-Silber Sprint 2017
Am meisten freue ich mich auf ... mein Rennen. Ich bin nun zwar schon zum vierten Mal bei Olympischen Winterspielen dabei, doch die Vorfreude ist wiederum riesig.
Als Glücksbringer begleitet mich … das ist mein Geheimnis, das werde ich nicht verraten!
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... so viel wie möglich – wobei der Fokus natürlich schon ganz auf meinem Wett­kampf und einer optimalen Vorbereitung darauf liegt.
Mein(e) Olympia-Held(in) ist ... da fällt mir gerade niemand Spezieller ein.
Über Südkorea weiss ich ... ziemlich viel, würde ich meinen. (In der Saison 2016/17 war Kocher für ein Weltcup-Rennen nach Pyeongchang gereist und wurde in der Olympia-Bahn Neunte, Red.)
Zufrieden nach Hause reise ich, wenn ... ich gut gefahren bin. Was es dann für einen Rang gibt, werden wir sehen.

David Hablützel

Snowboard Freestyle

Alter: 21
Aus: Zumikon
Im Einsatz am: 13./14. 2. Halb­finals/Final Half­pipe
Olympiateilnahmen: Sotschi 2014 (5. Rang)
Grösste Erfolge: 3. Rang US Open 2014, 4. Rang X-Games Oslo 2016, 3. Laax-Open 2015 & 2016
Am meisten freue ich mich auf ... die Olympia-Teilnahme generell. Zum zweiten Mal dabei zu sein, ist grossartig – umso mehr nach meinem Sturz in Laax. (Es passierte am 20. Januar und Hablützel zog sich eine starke Prellung der Lendenwirbelsäule und Schulter sowie eine Hirnerschütterung zu.)
Als Glücksbringer begleitet mich ... das ganze Swiss-Snowboard-Freestyle-Team.
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... die einzigartige olympische Stimmung, das olympische Dorf und sicher auch einige andere Wettkämpfe.
Mein(e) Olympia-Held(in) ist ... Iouri Podladtchikov (dessen Olympia-Triumph in Sotschi Hablützel hautnah miterlebte).
Über Südkorea weiss ich ... doch schon einiges, weil ich vor einem Jahr hier den Weltcup bestritt und mich sehr für die Kultur und die Unterschiede zur Schweiz interes­siert habe.
Zufrieden nach Hause reise ich, wenn ... es mir möglich war, am Wettkampf teilzunehmen.

Auf den letzten Drücker das Olympia-Ticket gelöst

Simone Wild, Ski Alpin (Adliswil)

Simone Wild

Ski Alpin

Alter: 24
Aus: Adliswil
Im Einsatz am: 12. 2. (Riesen­slalom) →Der Simone Wild-Fanclub organisiert in Adliswil ein nächtliches Public-Viewing für den Riesenslalom.
Olympiateilnahmen: Premiere
Grösste Erfolge: 4. Rang im WC-Riesenslalom in Lenzerheide und damit Olympia-Quali im letzten Moment am 27. 1. 18.
Am meisten freue ich mich auf ... Ich habe keine Ahnung, was mich erwartet. Es ist alles neu – angefangen damit, welches Kleidungsstück der tollen Kollektion ich zu welchem Anlass anziehen muss.
Als Glücksbringer begleitet mich ... das Glücksschwein an meinem Rucksack, das meine Schwester mir vor Sestriere schenkte. (Dort fuhr Wild im Dezember 2016 ihr zweitbestes Weltcup-Ergebnis heraus).
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... Ich bin nur eine Woche dort und habe neben meinem Rennen keine Pläne.
Mein(e) Olympia-Held(in) ist ... Dominique Gisin.
Über Südkorea weiss ich ... nicht viel. Am Olympia-Treff im Frühling habe ich zwar viel gehört, aber auch wieder vergessen.
Zufrieden nach Hause reise ich ... sowieso. Es ist für mich eine riesen­ Freude, dass ich dabei sein darf. Ein Rangziel setze ich mir keines.


Lisa Rüedi

Eishockey

Alter: 17
Aus: Uetikon am See
Im Einsatz am: ab 10. 2. drei Gruppenspiele, ab 17. 2. K.-o.-Phase
Olympiateilnahmen: Premiere
Grösste Erfolge: 3. Rang Jugendolympia 2016, WM-Teilnahme 2017, Schweizer Topskorerin U-18-WM 2018 und 2017, Cupsiegerin 2018 mit den Frauen der ZSC Lions.
Am meisten freue ich mich auf ... unsere Spiele und die Zeit mit den Teamkolleginnen. Wir haben einen tollen Teamgeist.
Als Glücksbringer begleiten mich … meine Eltern, mein Grossvater und meine grosse Schwester. Letztere leider nicht als Spielerin. (Die 23-jährige Anna Rüedi spielt wie Lisa bei den Frauen der ZSC Lions; Red.)
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... die Eröffnungsfeier.
Mein(e) Olympia-Held(in) ist ... Roger Federer (Olympia-Gold im Doppel 2008 und -Silber im Einzel 2012; Red.), obwohl Tennis eine Sommerdisziplin ist. Ich bewundere ihn sowohl als Sportler wie auch als Menschen.
Über Südkorea weiss ich ... dass es sehr, sehr weit weg ist.
Zufrieden nach Hause reise ich, wenn ... wir unsere sport­lichen Ziele erfüllen konnten und ich viele schöne Eindrücke mitnehmen kann.

«Vor einer solchen Kulisse zu fahren, ist schon etwas anderes»

Ladina Jenny, Snowboard Alpin (Uznach)

Ladina Jenny

Snowboard Alpin

Alter: 24
Aufgewachsen in: Uznach
Im Einsatz am: 22./24. 2. Quali/Finals Parallel-Riesenslalom
Olympiateilnahmen: Sotschi 2014 (14. Rang/PGS, 24./PSL)
Grösste Erfolge: Vier Weltcup-Podestplätze, 4. Rang Gesamtweltcup 2016
Am meisten freue ich mich auf ... den olympischen Spirit und meinen Wettkampf.
Als Glücksbringer begleiten mich ... meine Eltern, meine Schwester und ihr Freund.
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... die Schluss­feier. Die Eröffnung werde ich – wie schon in Sotschi – verpassen, weil der Parallel-Riesenslalom erst sehr spät stattfindet.
Mein(e) Olympia-Held(in) ist ... Simon Ammann. Zweimal Doppel-Olympiasieger zu werden, ist unglaublich.
Über Südkorea weiss ich ... ein bisschen etwas seit ich vorletzten Winter dort im Weltcup startete. Das Land ist sehr dicht besiedelt (mehr als doppelt so viele Einwohner pro km² wie die Schweiz; Red.) und die Hauptstadt Seoul riesig (rund 10 Mio. Einwohner).
Zufrieden nach Hause reise ich, wenn ... ich meine beste Leistung abrufen konnte. Wenn es sogar zu einer Medaille gereicht hat, umso besser. Klar ist, dass ich mir das Podest diesmal zutraue.

Shannon Sigrist

Eishockey

Alter: 18
Von: SC Rapperswil-Jona Lakers (Novizen Elite)
Im Einsatz am: ab 10. 2. drei Grup­pen­spiele, ab 17. 2. K.-o.-Phase
Olympiateilnahmen: Premiere
Grösste Erfolge: WM-Teil­nahmen 2015/16/17. Mit den Frauen der ZSC Lions Schweizer Meisterin 2016 und 2017 sowie Cupsiegerin 2018.
Am meisten freue ich mich auf ... unsere Spiele und darauf, andere Sportler zu treffen und mich mit ihnen auszutauschen. Ich kenne von anderen internationalen Turnieren her auch einige Spielerinnen anderer Nationen und freue mich, sie wieder zu sehen.
Als Glücksbringer begleitet mich ... der Schutzengel meiner Schwester und der Rückhalt und die Motivation von meinem Team und meiner Familie.
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... die Eröffnungsfeier und sicher auch das Zusammentreffen mit dem einen oder anderen berühmten Sportler.
Über Südkorea weiss ich ... nicht sehr viel.
Zufrieden nach Hause reise ich, wenn ... ich mein Bestes gegeben habe für das Team auf und neben dem Eis und es mir auch gelungen ist, mein Können und die Fort­schritte, die ich in letzter Zeit gemacht habe, zu zeigen.

Marina Gilardoni

Skeleton

Alter: 30
Aufgewachsen in: Goldingen
Im Einsatz am: 16./17. 2.
Olympiateilnahmen: Sotschi 2014 (18.)
Grösste Erfolge: EM-Bronze 2016 in St. Moritz, 5. Rang Gesamt­welt­cup 2016 und dass ich es nach zwei schwierigen Jahren mit gesund­heitlichen Problemen nochmals an die Olympischen Spiele geschafft habe.
Am meisten freue ich mich auf ... meine vier Fahrten im Wett­kampf und dass ich zeigen kann, dass ich mehr drauf habe, als ich im Weltcup abliefern konnte.
Als Glücksbringer begleitet mich … ein Paar schwarze Socken mit einem Kleeblatt.
Nicht entgehen lassen will ich mir in Pyeongchang ... die Eröffnungsfeier. Ich will jeden Moment geniessen und mehr Wettkämpfe besuchen als in Sotschi.
Mein(e) Olympia-Held(in) ist ... Simon Ammann, das Stehaufmännchen. Er hat ähnlich wie ich Höhen und Tiefen durchgemacht.
Über Südkorea weiss ich ... noch nicht so viel. Am Test-Weltcup vor einem Jahr war ich leider nicht fit. Land und Leute sind mir als freundlich in Erinnerung.
Zufrieden nach Hause reise ich, wenn ... ich meine persönlichen Ziele erreicht habe, also viermal schnell gestartet und gefahren bin.

«Vor dem Einmarsch muss man so lange warten, dass ich diesmal etwas zu essen mitnehmen werde.»

Marina Gilardoni, Skeleton (Goldingen)

Impressum
Text: Silvano Umberg, David Bruderer
Bilder: Keystone
Umsetzung: Paul Steffen

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